 Moin!
Kennt ihr das auch? Der ganz normale Alltag mit Arbeit, Ehrenämtern und anderen Verpflichtungen, Haushalt u.v.m. ist schön, aber auch fordernd. Und wenn dann noch eine Phase mit vielen Terminen, gesundheitliche Probleme oder anstrengende Mitmenschen dazu kommen, steigt der Pegel mit jedem Tropfen an und irgendwann ist einfach Landunter!
Prima, wenn es erst gar nicht so weit kommt und wir ein funktionstüchtiges Überlaufventil haben. Aber ich selbst kenne es nur zu gut, dass das Leben eben nicht mit einem gleichmäßigen Wasserstand dahinplätschert, sondern in stärkeren Wellen verläuft. Zeiten von hoher Anspannung wechseln sich ab mit entspannteren Phasen – ist wahrscheinlich völlig normal.
Jedenfalls tut es gut, zwischendurch immer mal wieder innerlich Klarschiff zu machen – sich kürzere oder längere Auszeiten zu nehmen, um sich sortieren und neu ausrichten zu lassen. Die eigenen Ziele mit dem realen Leben abzugleichen, Beziehungen anzuschauen, Prioritäten neu zu setzen. Dem Schöpfer des Lebens zu sagen, wie es mir geht und ihn zu fragen, wie es ihm mit mir geht... Auch Jesus zog sich regelmäßig zum Gespräch mit seinem Vater zurück oder nahm seine engsten Freunde mit „an einen einsamen Ort“.
Was tust du, wenn du mal wieder „reif für die Insel bist“? Manchmal muss dann „auf die Schnelle“ ein Waldspaziergang reichen, eine Sofa-Stunde ohne Medien oder ein ausgiebiges Bad. Aber vielleicht ist es auch nicht dumm, sich ganz bewusst kürzere und längere Inselzeiten im Kalender einzuplanen: Stille Tage live oder online (gibt’s auch mit Solo&Co!), Exerzitien in einem Kloster, Pilgern oder einfach mal ein Jesus-und-ich-Wochenende „an einem einsamen Ort“...
Und dann mit neu justiertem Kompass zurück in den Alltag und wieder wissen, wo oben und unten ist. Diese Erfahrung möchte ich öfter als bisher machen. Ihr auch?
Herzliche Grüße von einer etwas anderen Insel-Auszeit auf Föhr
Claudia Heise |